Wissen
Wann
findet die nächste
Bundestagswahl statt?
Eine
Neuwahl findet frühestens sechsundvierzig und spätestens achtundvierzig
Monate nach dem Beginn der laufenden Wahlperiode statt. Kommt es zu
einer vorzeitigen Beendigung der Wahlperiode des Bundestages, müssen
vorgezogene Neuwahlen innerhalb von 60 Tagen nach der
Auflösungsentscheidung stattfinden (Artikel 39 Abs. 1 Grundgesetz).
Bisher kam es dreimal zu vorgezogenen Neuwahlen: 1972, 1983 und 2005.
Der Wahltermin für die
Bundestagswahl 2013
Die
Wahlperiode des 17. Deutschen Bundestages hat am 27. Oktober 2009
begonnen. Demnach muss der Termin für die Bundestagswahl 2013 - sofern
es nicht zu einer vorzeitigen Auflösung des Bundestages kommt -
zwischen dem 28. August und dem 27. Oktober 2013 liegen. Gemäß
Bundeswahlgesetz bestimmt der Bundespräsident den Tag der Hauptwahl
(Wahltag). Der Wahltag muss ein Sonntag oder gesetzlicher Feiertag
sein. Da
grundsätzlich die Termine für Bundestagswahlen nicht mit
Hauptferienzeiten kollidieren sollen, dürfte der Wahltag nicht vor
Sonntag, dem 15. September 2013 liegen.
Die
Bundestagswahl 2013 wird voraussichtlich am 15.
oder 22.09.2010 stattfinden. Endgültig wird der Termin durch
den Bundespräsidenten durch eine entsprechende Anordnung festgelegt.
Unabhängig vom
Wahltermin dürfen die Wahlen für die Vertreterversammlungen frühestens
29 Monate nach dem Beginn der Wahlperiode des Bundestages stattfinden,
für die kommende Bundestagswahl also ab dem 28. März 2011. Die Wahlen
für die Bewerber selbst können frühestens 32 Monate nach Beginn der
Wahlperiode durchgeführt werden, also ab dem 28. Juni 2011 (§ 21 Abs. 3
Satz 3 Bundeswahlgesetz).
Wann finden in den USA
die Präsidentschaftswahlen statt?
Die
Wahlperiode beträgt 4 Jahre. Die Präsidentschaftswahl findet immer
am ersten Dienstag nach dem ersten Montag im Monat November statt.
Demnach ist der Wahltermin zu dem sich Barack Obama
wahrscheinlich zur Wiederwahl stellen wird der 6.
November 2012.
Warum heißt die
Sonntagsfrage eigentlich Sonntagsfrage?
Der
Begriff hat sich aus der Frage "Wen würden Sie wählen, wenn am
kommenden Sonntag Wahlen wären?" entwickelt sowie aufgrund der
Tatsache, dass Wahlen in
Deutschland grundsätzlich an einem Sonntag stattfinden. Damit ist dies
ein typisch deutscher Begriff.
Heute wird diese hypothetische Frage aus der
Wahlforschung aber nicht nur zu direkten Fragestellungen zur
Wahl, sondern auch für andere Umfragen eingesetzt. Kritiker der
Sonntagsfrage
bemängeln, dass es immer wieder zu
Verzerrungen bei den Ergebnissen kommt. Da die Grundgesamtheit der
Befragten bei den meisten Umfragen im Rahmen einer
Sonntagsfrage
aber regelmäßig mindestens drei- oder sogar vierstellig ist, dürfen
diese als durchaus repräsentativ angesehen werden.